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Wir bauen einen Wasserfilter



Wir bauen einen Wasserfilter
22. September 2018  ·  von Vera Röhlich



Gutes Wasser und gesunder Boden. Das eine hängt vom anderen ab. Kindern kann man diesen Zusammenhang leicht zeigen – und selbst noch etwas lernen.

Unser Experiment besteht aus zwei Teilen. Im ersten Schritt bauen wir aus einfachen Materialien wie Steinen, Sand und Holzkohle einen Filter. Er ahmt die Schichten des Bodens nach.

Im zweiten Teil stellen wir „Schmutzwasser“ her und lassen es durch unseren Filter fließen. Trinkqualität hat das Ergebnis zwar noch nicht – aber man kann sehen, wie die einzelnen Schichten das Wasser reinigen.

Für das Experiment benötigen wir folgende Materialien:

Teil eins: Teil zwei:
– Eine leere, saubere Plastikflasche – Einen Messbecher
– Schere – Erde
– Watte – Blätter und Gras
– Holzkohle – Einen Löffel zum Umrühren
– Sand
– Kiesel bzw. Steine in drei verschiedenen Größen

 

 

Teil 1

Als erstes schneiden wir mit der Schere die Flasche auf. In den oberen Teil kommt der Filter. Der untere Teil dient als Auffangschale für das gefilterte Wasser.

Wir schrauben den Deckel ab und stopfen den Flaschenhals fest mit Watte. Wichtig: immer die ganze Fläche füllen. Die Schichten müssen sich komplett überdecken.

Die Flaschenoberseite verkehrt herum in den Flaschenboden stecken.

Über die Watte kommt eine etwa einen Zentimeter dicke Schicht Holzkohle. Große Stücke in kleinere Bröckchen brechen, sodass sich eine gleichmäßige Fläche bildet. Hände waschen nicht vergessen. 🙂

Über die Holzkohle schichten wir etwa zwei Zentimeter Sand. Mit den Fingerspitzen gut festdrücken. Durch diese dichte Schicht fließt das Wasser später sehr langsam, sodass viel Schmutz hängen bleibt.

Nun kommen die Steine in den Filter. Erst ein Zentimeter mit kleinen Steinchen, dann zwei Zentimeter mit mittelgroßen Kieseln.

Die letzte Schicht bilden die größeren Kiesel. Achtet darauf, dass auch diese Schicht die vorherige vollständig bedeckt und alles schön dicht gepackt ist.

Wenn man seitlich auf den Filter schaut, sieht man, dass die Lücken nach oben hin immer größer werden.

Unser Filter ist fertig. Um ihn zu benutzen, brauchen wir „schmutziges“ Wasser. Dieser zweite Teil macht besonders Spaß: Aus Erde, Blättern und Gras stellen wir erst mal eine richtige Drecksbrühe her.

Teil 2

Unser Filter ist fertig. Um ihn zu benutzen, brauchen wir „schmutziges“ Wasser. Dieser zweite Teil macht besonders Spaß: Aus Erde, Blättern und Gras stellen wir erst mal eine richtige Drecksbrühe her.

Wir füllen den Messbecher mit Wasser. Anschließend kommt Erde hinein. Ihr könnt dazu soviel Erde nehmen, wie ihr wollt, das Wasser muss sich allerdings noch schütten lassen.

Mit einem Löffel solange umrühren, bis sich die Erde gleichmäßig im Wasser verteilt hat. Manche Teile schwimmen auf dem Wasser, andere lösen sich auf. Erde enthält aber auch winzige Lebewesen wie Bakterien.

Nun geben wir noch ein paar Blätter und Grashalme dazu. Das Wasser ist nun wirklich schmutzig. Es enthält viele gelöste Stoffe und Teile in verschiedenen Größen. Ganz klar: Das Wasser trinken wir nicht!

Jetzt gießen wir das ordentlich schmutzige Wasser in den Filter. Am besten haltet ihr den Filter dabei fest. Langsam sickert das Wasser durch die Schichten und kommt unten viel sauberer heraus.

Und so funktioniert es:

Das Wasser schafft es nach und nach, alle Schichten unseres Filters zu durchdringen. Im Wasser schwebenden Teile bleiben dagegen in den Poren und Zwischenräumen hängen: Die Kieselsteine halten grobe Partikel auf. Der Sand filtert kleinere Bestandteile. Holzkohle kann sogar einige gelöste Stoffe aus dem Wasser ziehen. Was unten herauskommt, ist schon ziemlich klares Wasser. Trinken sollte man es aber noch nicht.

Witold Michalczyk

Witold Michalczyk

Nachhaltigkeit, Technik und Handwerkskunst – über diese Themen recherchiert und schreibt Witold A. Michalczyk begeistert. In der Freizeit lässt er sich von seinem Garten, auf Touren durch einsame Höhlen und der Geschichte des Stummfilms zu neuen Ideen inspirieren. Witold A. Michalczyk lebt am Rand der Schwäbischen Alb.
Witold Michalczyk



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