bleibt-natürlich! Projekt: Schulzensee. Eine Projektbilanz im Dürrejahr 2018



bleibt-natürlich! Projekt: Schulzensee. Eine Projektbilanz im Dürrejahr 2018
19. Juli 2018  ·  von Frank Stieldorf



Gewässer sind Lebensraum und Schutz für viele Tierarten. Es gibt jedoch Seen, die durch ihren geringen Wasserpegel immer wieder austrocknen, wodurch ganze Lebensräume bedroht sind. Der Zühlener Schulzensee ist einer dieser Fälle. Daher hat die PreussenQuelle im Jahr 2015 hier eine Sohlgeite für den See im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land finanziert. Eine Sohlgleite ((Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Sohlgleite)) ist eine Art Damm, die das Ablaufen von Wasser reguliert und damit die Speicherkapazität im Schulzensee erhöht. Wie wirkungsvoll diese Maßnahme ist, zeigt das Jahr 2018 – ein Jahr, das durch seine hohe Trockenheit geprägt ist.

Mai 2015: Der Schulzensee bei normalen Wetterbedingungen, ohne Sohlgleite

Die Bilder, die wir bei unseren Besuchen gemacht haben, belegen: Seit dem Einbau der Sohlgleite ist der Schulzensee vom Austrocknen verschont geblieben. Anfang des Jahres 2018 konnte der Wasserstand auf das gewünschte hohe Niveau gebracht werden. Das zahlt in der großen Trockenphase in diesem Jahr aus. Selbst bei niedrigem Wasserstand bietet der See weiterhin Lebensraum für viele Tierarten, die in, an und auf dem Wasser leben. Ohne die Maßnahme sähe es heute schlecht um den Schulzensee bei Zühlen aus.

 

Der Schulzensee während der extrmen Trockenheit des Jahres 2018. Die Sohlgleite hat das Austrocknen verhindert.

 




2 Kommentare




  • Kommentar von Dr. Toralf Bauer

    Leider steht der Schulzensee in Zühlen zur Zeit kurz vor dem Kollaps, es droht das komplette Austrocknen des Areals.
    Bisher ist es nicht gelungen den jährlich sinkenden Wasserspiegel zu stoppen, vielleicht bedarf es einer gemeinsamen Aktion der Umweltbehörde,
    der Gemeinde und Naturschutzverbände, um dieses Refugium zu retten.
    Alle wohlmeinenden Partner sind willkommen.

    Dr. Toralf Bauer
    Briesen 4
    16831 Zühlen

  • Kommentar von Jürg Schwarz

    Sehr traurig. Die Seddiner Seen südlich von Potsdam trocknen auch aus. Der Fredersdorfer See ist diesen Sommer komplett vertrocknet (zuflussloser Grundwassersee). Auch der Groß Glienicker See bei Kladow/Spandau trocknet aus. Die Senatsumweltverwaltung sieht keine Rettungschance. Das Grundwasser sinkt durch zu starke Entnahme (Haushalte, Firmen, Landwirtschaft).
    Am grösseren Seddiner See wird über eine Pipeline zur Rückleitung von gereinigtem Wasser ab Klärwerk nachgedacht. Dort zieht auch der Golfplatz und der Spargelanbau zuviel Seewasser ab.
    Die Verdunstung durch lange Wärme und starken Wind ist in der Mark halt viel zu hoch.
    Wir sind jetzt im Klimanotstand.
    Aber ich stehe voll hinter Euch, und trinke täglich Preussequelle…
    J. Schwarz, Dip.Ing. Stadt- und Regionalplanung, Berlin

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