Bio-Mineralwasser schützen aktiv die Umwelt



Bio-Mineralwasser schützen aktiv die Umwelt
25. Januar 2017  ·  von Andreas Scharr



Seit September 2012 ist die Bezeichnung „Bio-Mineralwasser“ offiziell zulässig.
Damals hat der Bundesgerichtshof (BGH) ein Urteil des Oberlandesgerichts bestätigt. Die Richter folgten damit der Sichtweise, dass Mineralwasser noch lange nicht „Bio“ ist, nur weil es nach der Gewinnung aus dem Brunnen nicht mehr weiter behandelt werden darf.

 

Ein problematisches Gebot

In vielen Mineralwassern finden sich beispielsweise Pestizide, Nitrate oder Arzneimittelrückstände, die durch menschliches Handeln dort hineingeraten sind. Und die dürfen eben nicht mehr herausgefiltert werden, selbst wenn dies möglich wäre. Es gibt Schätzungen der Qualitätsgemeinschaft Biomineralwasser, nach denen höchstens ein Drittel der Brunnen und Abfüllbetriebe die Reinheitskriterien eines Bio-Mineralwassers erfüllen können.

 

Ein weitreichendes Engagement

Um sich als Bio-Mineralwasser zertifizieren zu lassen, muss der Abfüller garantieren, dass solche Schadstoffe in seinen Produkten nicht enthalten sind. Und damit das auch in Zukunft so bleibt, verpflichten sich die Bio-Mineralbrunnen, sich aktiv für Umwelt- und Wasserschutz sowie für wassersparende Maßnahmen im Umfeld des Brunnens zu engagieren. Daneben stehen die schonende und nachhaltige Gewinnung und Verarbeitung sowie der schonende Vertrieb und die Einhaltung bestimmter sozialer Standards in den Anforderungen der Qualitätsgemeinschaft Biomineralwasser.

 

Eine strenge Prüfung

Selbst für die Bio-Branche ist diese Fülle an Verpflichtungen bisher einmalig. Eine weitere Unterscheidung: Für Bio-Mineralwasser gelten sehr engmaschige Vorgaben: Jährlich erfolgt eine Prüfung durch eine renommierte Kontrollstelle, ob die insgesamt 45 Kriterien für den Erhalt des Zertifikats weiterhin erfüllt werden. Zwar benötigt auch konventionelles Mineralwasser eine amtliche Anerkennung, aber sobald diese vorliegt, kann der Abfüller den Kontrollumfang nach Belieben bestimmen.




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