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100 Prozent Bio



100 Prozent Bio
28. Dezember 2018  ·  von Witold Michalczyk



Elke Röder ist Geschäftsführerin des Bundesverbands Naturkost Naturwaren. Wir sprachen mit ihr darüber, warum für den Verband der Begriff Bio weit über das Lebensmittel hinausreicht.

Was ist der Unterschied zwischen Bio-Produkten aus dem konventionellen Lebensmitteleinzelhandel und denen aus dem Naturkostfachgeschäft?

Alle Bio-Produkte entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Sonst dürften sie beispielsweise das EU-Bio-Label nicht führen. Aber der Grundgedanke, den wir vom Bundesverband Naturkost Naturwaren mit dem Begriff Bio verbinden, geht weit über dieses Mindestmaß hinaus.

Wie lautet dieser Grundgedanke?

Unsere Mitglieder, viele davon Pioniere des Bio-Bereichs, haben den Anspruch, den Gründungsimpuls des biologischen Landbaus weiterzuentwickeln. Im Falle von Lebensmitteln fängt das beim Bio-Anbau an, bei dem auf chemisch-synthetische Pestizide und Düngemittel verzichtet wird, gentechnisch veränderte Organismen ausgeschlossen sind und zusätzlich Innovationen wie die biologische Züchtung samenfester Gemüsesorten oder das Zweinutzenhuhn angestrebt werden. Die CO2-neutrale Verarbeitung, wie sie bei der Rheinsberger PreussenQuelle praktiziert wird, gehört zu diesen innovativen Elementen. Aber auch nachhaltiges oder sozialverträgliches Wirtschaften ist genauso Teil eines solchen Verständnisses. Diesen Anspruch entwickeln wir ständig weiter und nehmen neue Bereiche auf.

Was bedeutet das für Naturkostfachgeschäfte, die dem Verband angehören?

Ihr Angebot muss zu 100 Prozent aus Bio-Produkten bestehen. Für Naturkosmetik und für Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel gibt es ebenfalls konsequente Regeln und innovative Elemente wie den Ausstieg aus der Erdölchemie. Das ist der wesentliche Unterschied zu den Konventionellen. Ob das erfüllt ist, prüfen unabhängige Kontrollinstanzen alle zwei Jahre in jedem Einzelhandel. Nur, wer diese Kontrolle besteht, erhält von uns ein Zertifikat und kann diese Leistung seinen Kunden sichtbar machen.   Wie wichtig ist in diesem Zusammenhang transparentes Handeln? Sehr wichtig. Transparenz schafft Verbraucher- Vertrauen. Aus diesem Grund haben wir die Website nachhaltigbio.de eingerichtet, auf der sich jeder über das Engagement unserer Mitglieder informieren kann.

Witold Michalczyk

Witold Michalczyk

Nachhaltigkeit, Technik und Handwerkskunst – über diese Themen recherchiert und schreibt Witold A. Michalczyk begeistert. In der Freizeit lässt er sich von seinem Garten, auf Touren durch einsame Höhlen und der Geschichte des Stummfilms zu neuen Ideen inspirieren. Witold A. Michalczyk lebt am Rand der Schwäbischen Alb.
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