Naturroute Neuruppin



Naturroute Neuruppin



Die Inkom Neuruppin GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Fontanestadt Neuruppin. Neben Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung ist die Gesellschaft auch für die Tourismusförderung sowie -koordination zuständig. Seit Mitte 2018 wurde von der InKom Neuruppin GmbH gemeinsam mit vielen Kooperationspartnern die Naturroute Neuruppin erarbeitet und abgestimmt. Statt eine neue Route zu bauen und Flächen zu versiegeln, sollte möglich nachhaltig und sinnvoll mit den vorhandenen Wegen gearbeitet werden. Das Projekt ist bereits jetzt ein Erfolg:

Zur Anbindung der touristischen Highlights Tierpark Kunsterspring und Kyritz-Ruppiner Heide an das Fahrradnetz wurde vom Ausgangspunkt Neuruppin, Bahnhof Rheinsberger Tor vorrangig auf Waldwegen eine Naturroute für Fahrradfahrer entwickelt und beschildert. Dabei stand im Vordergrund, eine andere, möglichst nachhaltige Form von Radwegangebot zu den herkömmlichen Asphaltradwegen zu realisieren. Die Nutzung von vorhandenen Ressourcen und Vermeidung von Versiegelung von Flächen stand im Vordergrund.

Absicht war, mit dieser Fahrradverbindung Stationen zu vernetzen, die beispielgebend Natur-, Energie- und Umweltthemen initiieren. Neben den Zielen Tierpark und Heidelandschaft bieten auch der Energiepark, das Waldmoor und Naturlehrpfade viel Potenzial, die Natur wieder ins Bewusstsein zu rücken. Auch und vor allem als Angebot für Kinder.
Mit dieser außergewöhnlichen Fahrradanbindung wurde ein auf Natur- und Umweltthemen ausgerichteter attraktiver Naherholungsraum vernetzt und mit dem Fahrrad erlebbar gemacht.

Von Beginn an wird die Route fleißig genutzt und befahren.

Die Wege sind beschattet und überwiegend gut befahrbar. Durch Führung der Strecke über Waldwege bleiben die Kosten für die Stadt gering. Auch die Ursache des großen Unterhaltungsstaus bei den asphaltierten Hauptstrecken – so genannte Wurzelaufbrüche – wird ausgeschaltet. Und: die Sicherheit für Radfahrer ist deutlich höher, da Autos auf den Wegen nicht fahren dürfen.
Auch an die Anbindung der Einkehrmöglichkeiten wurde gedacht. Sechs Gastronomiebetriebe mit Querverbindungen sowie Rückführung wurden innerhalb der Route ausgeschildert.

Eine deutliche Beschilderung sorgt für Orientierung während des Naturerlebnisses.

Die Naturroute soll als „Pilotprojekt“ den Anlass bieten, im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Tourismusverband Ruppiner Seenland und auch Land Brandenburg öfter und intensiver gemeinsam quer zu denken, um nachhaltige Ideen zu fördern; für Tourist*innen, aber natürlich auch für Einwohner*innen und vor allem für Kinder und Jugendliche. Deshalb wurde an allen Grundschulen in der Region Flyer an die Schüler*innen verteilt und auch die weiterführenden Schulen mit Plakaten/Flyern ausgestattet. Ziel ist, dass die Route als Möglichkeit für Naturexkursionen im Rahmen des Unterrichts oder an Wandertagen/Projekttagen für Naturerlebnisse zahlreich genutzt wird.

Und es zeigte sich schnell ein erster positiver Effekt: bereits im Oktober 2019 wurde mit 55.000 Besuchern des Tierparks eine Steigerung der Gesamtbesucherzahl zum Vorjahr verzeichnet. Die Inkom Neuruppin geht außerdem davon aus, dass 30 % der Nutzer zukünftig das Fahrrad anstelle des Autos nutzen. Daraus ergibt sich eine jährliche CO2-Einsparung von ca. 82 Tonnen.

Sollte die Naturroute Neuruppin mit dem Nachhall ausgezeichnet werden, soll mit dem Preisgeld ein Fotowettbewerb initiiert werden. Ziel: Erlebnisse auf der Naturroute Neuruppin einfangen oder auch neue kreative Ideen für naturnahen, nachhaltigen Tourismus in der Region fotografisch abbilden und damit Impulse für weitere ähnliche Ideen liefern. Diese sollen in die Diskussion der Tourismusstrategie der Fontanestadt Neuruppin einfließen.




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