Das Kükentagebuch – Hühner sind keine Massenware



Das Kükentagebuch – Hühner sind keine Massenware



Kategorie: Schul- oder Kitaprojekt zu Wasser- oder Umweltschutz

Beschreibe Dein Projekt

Durch den naturwissenschaftlichen Unterricht bei Frau Hofmeister bin ich auf das Projekt „Kükentagebuch“ aufmerksam geworden. Im Rahmen des Unterrichts haben wir uns mit der Entwicklung des Kükens im Ei beschäftigt. Die frisch geschlüpften Küken zeigten eine Vielfallt an Verhaltensweisen, die uns die Küken nicht als Ware (als Chicken Nuggets oder Schlangenfutter), sondern als Individuum betrachten ließen. Als ich im Unterricht zum ersten Mal mit den Küken in Kontakt gekommen bin, habe ich gemerkt, dass jedes Küken seinen eigenen Charakter hat. Davon war ich so fasziniert, dass ich die Idee hatte, in Form eines „Tagebuchs“ die Entwicklung der Küken darzustellen. Hierfür habe ich mit Hilfe von Fotos, die wöchentlich angefertigt wurden, die körperliche Veränderung der Küken festgehalten. Zur Verdeutlichung der geistigen Entwicklung der Küken habe ich Beobachtungsprotokolle angefertigt. Daraufhin begann ich mir die Fragen zu stellen, was eigentlich mit den Küken in unserer Industriegesellschaft passiert.
• Wozu dienen die männlichen Küken in der industriellen Tierhaltung?
• Werden wir als Verbraucher beim Kauf von Geflügelprodukten ausgetrickst?
• Chicken Nuggets – notwendig oder aufgrund des Tierwohls verzichtbar?
• Gibt es alternative Lösungsansätze, um das Tierleid zu verringern?

Wie andere Jungtiere auch, benötigen die Küken viel Schlaf

 

Was ist das Ziel Deines Projekts?

Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass Hühner keine Massenware sind, sondern Individuen, die es verdienen, artgerecht und mit Respekt gehalten zu werden. Hühner sind keinesfalls dumm oder einfältig, so wie in Sprichwörtern immer dargestellt, sondern genau so intelligent wie andere Tiere. So können Hühner zum Beispiel Mengen unterscheiden. Des Weiteren leben sie in einer Gruppe, allein das setzt ein gewisses Maß an Intelligenz voraus. In der Gruppe existiert eine gewisse „Hackordnung“, die den Hühnern ihren Platz in der Gruppe zuweist (Fröhlich, 2021). Hennen sind in der Lage ihren eigenen Nachwuchs vom fremden Nachwuchs zu unterscheiden (Fröhlich, 2021). Diesen unterscheiden sie nicht über den Geruchsinn, wie bei Hunden und Katzen, sondern über visuelle Merkmale und über individuelle Laute ihrer Küken, die sich die Hennen nach wenigen Stunden nach dem Schlupf der Küken eingeprägt haben. Mein Ziel für dieses Projekt ist es, die Menschen zum Nachdenken zu bringen. Welchen Preis sind wir als Konsumgesellschaft bereit zu zahlen? Wollen wir wirklich preisgünstige Produkte zum Leidwesen des Tierwohls oder können wir Alternativen entwickeln, die sowohl Kosten als auch Qualität des Produktes Huhn berücksichtigen?

 

Wofür soll das Preisgeld eingesetzt werden?

Das Preisgeld wird in kommende Projekte investiert.

 

 

Warum verdient Dein Projekt den Nachhaltigkeitspreis?

Ich denke, nach wie vor, es gibt in unserer Konsumgesellschaft immer noch zu viel Tierleid und Elend. Daran zu erinnern ist wichtig, denn ich weiß, dass vielen Jugendlichen wie mir, die in einer Zeit des digitalen Lernens, der Videospiele und der Fastfood Industrie, einfach der Bezug zur Natur und zum Lebendigen fehlt. Hier ein Beispiel zu geben, dass es auch anders geht und das Interesse und Engagement an unserer Umwelt wichtig sind, sollte meiner Meinung nach auf Jeden Fall Beachtung finden. Denn nur was man selber kennt und liebt beschützt man auch.




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