Ab ins Beet – Schule nachhaltig gestalten



Ab ins Beet – Schule nachhaltig gestalten
23. Dezember 2021  ·  von Hilmar Hilger



Kategorie: Schul- oder Kitaprojekt zu Wasser- oder Umweltschutz

 

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Seit dem Sommer 2018 legen wir einen Schulgarten auf einer Fläche an, die bis zu diesem Zeitpunkt zum Kugelstoßen und Weitspringen genutzt wurde. Unter dem Projektnamen „Ab ins Beet“ wird dieses Gelände nun stückweise begrünt und entsiegelt. Im Zentrum unserer pädagogischen Arbeit steht der praxisorienteierte Teil, in dem wir u.a. eigenes Gemüse und eigene Kräuter anbauen und verwerten.

Der Garten entsteht auf dem vom sonnigen Schulgebäude separierten und ruhig hinter den Gebäuden gelegenen Bereich, der sich ideal für einen Schulgarten eignet. Es soll einen aktiven Raum geben, der im sonnigen Bereich liegt. Hier werden der Werkbereich und der Nutzgartenbereich liegen, deren Mittelpunkt das Gewächshaus bildet. Damit hier diverse Aktivitäten möglich sind, soll das Gewächshaus von einer leicht begehbaren Fläche umgeben sein. Nahe diesem Bereich soll ein Teich liegen. Dieser muss natürlich erst einmal ausgehoben und angelegt werden. Ist er dann erst mit Wasser gefüllt, wird er zum belebten und spannenden Biotop, an dem Lebewesen beobachtet werden können. Nahe dem Teich soll ein Pavillon Rückzugs- und Sitzmöglichkeiten bei schlechtem Wetter bieten. Der Schattengarten soll durch Stauden ergänzt werden. Eine große Tafel soll hier zum zentralen Treffpunkt werden. Hier kann man die Früchte gemeinsam genießen. Zwischen Maulbeerbäumen, die den Weg entlang des Schulgebäudes säumen, laden Hängematten zum Ruhen während der Pause ein. Im sonnigen Bereich wird ein Sitzhügel angelegt. Dieser Hügel wendet sich auf der einen Seite der zentralen Wiese zu und ist durch Sitzstufen amphitheater-ähnlich gestaltet. Diese Stufen ermöglichen gemütliches Sitzen im Gelände und sind der ideale Ort für ein Grünes Klassenzimmer. Vor dem Hügel erstreckt sich die große freie Wiese, die Platz für verschiedenste Nutzungen in der Mitte des Gartens bietet. Der Garten lässt dennoch genug Freiräume um noch geplante Ideen zu verwirklichen.

Viel Arbeit wartet noch – aber auch viel Raum für Ideen

Wir haben bereits mit der Umsetzung begonnen: Im Sommer 2018 konnten wir, nach Klärung aller Zuständigkeiten, mit Eigenleistungen aus dem Förderverein mit dem ersten Bauvorhaben beginnen. In der Projektwoche unter dem Motto „Under construction“ nutzten 21 Schüler*innen (v.a. aus den Jahrgängen 7 und 11) und zwei Lehrkräfte die Zeit zum Bau einer Kräuterspirale. Im weiteren Verlauf wurde das Fundament unseres Gewächshauses gelegt. Im Herbst 2018 legte unser Wahlprofilkurs „Praktische Biologie“ einen Aktionstag ein und pflanzte die ersten Sträucher und Bäume in Eigenregie. Dazu wurde in den Wochen zuvor nährstoffreicher Boden angeliefert und aufgetragen. Neben verschiedenen Weiden fanden u.a. auch eine Kornelkirsche, eine Haselnuss, Holunder und diverse Fliedersträucher ihren neuen Platz. Verschiedene Wildrosen und Johannisbeersträucher wurden gesetzt. Der Wahlprofilkurs übernahm die anschließende Pflege. Dabei greifen wir v.a. auf einheimische und bienenfreundliche Pflanzen zurück.
Im Juni 2019 konnte der Förderverein weitere Mittel zur Verfügung stellen. 17 Schüler*innen säten einen Kräuterrasen aus. Außerdem stellten wir erste Produkte her: Marmeladen, Salze und Kräuterbutter, die wir auf unserem Schulfest anbieten konnten. Außerdem finanzierte der Förderverein ein Gerätehaus zur Optimierung der Arbeitsphasen.

 

Was ist das Ziel Eures Projekts?

Unser Ziel ist es einen Garten als Schulgemeinschaftsprojekt zu gestalten. Wir wollen einen besonderen. Wir wollen hier nicht nur Beete für Blumen und Gemüse anlegen, sondern auch Raum für neue Ideen bieten. Hier soll gegärtnert, gelernt, gewerkt und geruht werden. Für alle, die den Garten nutzen, soll etwas dabei sein.

Wir haben das Raum-, Gestaltungs- und Nutzungskonzept gemeinsam mit allen Interessierten (Vertreter aus Schülerschaft, Elternschaft und Kollegium) und mit Hilfe eines Landschaftsarchitekten erarbeitet.
Da der Garten ein Schulgemeinschaftsprojekt ist, gibt es eine offene Initiativgruppe. Hier können alle mitmachen, die Spaß haben, ihre Ideen und Tatkraft in die Arbeit miteinfließen zu lassen!
Im Januar 2017 gab es einen Workshop für Schüler*innen, Kollegen und Eltern. Hier wurden zahlreiche Wünsche für die Nutzung gesammelt. Dabei entstand die angefügte Planung des Schulgartens. Auch in allen weiteren Schritten zur Umsetzung wird die Initiativgruppe beteiligt sein. Dabei kann vieles selbst entwickelt und verwirklicht werden, anderes bedarf weiterer Hilfe; zum Beispiel für Bodenarbeiten.

 

Der Garten soll vielen Insekten ein Zuhause bieten

 

Wofür soll das Preisgeld eingesetzt werden?

Wir planen derzeit sehr intensiv an der Umsetzung des Grünen Klassenzimmers. Einige Materialien stehen schon zur Verfügung – weitere müssen noch besorgt und bezahlt werden. Mit der Anlage dieses Bereiches kann endlich auch der Freizeitaspekt des Geländes herausgestellt werden: Schüler*innen und Kolleg*innen können dort ihre Pausen verbringen, Unterricht vorbereiten oder einfach nur entspannen.

 

Warum verdient Euer Projekt den Nachhaltigkeitspreis?

Wir legen großen Wert auf das bienenfreundliche Gärtnern. Wir achten bei der Pflanzenauswahl auf bienenfreundliche und heimische Bepflanzung (Frühblüher, Kornelkirsche, Flieder, Johannisbeeren etc.), wir pflegen unsere Nisthilfen für Wildbienen und lassen einen Teil des Gartens auch wildern. Außerdem habe wir bereits eine Totholzhecke angelegt.




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6 Kommentare




  • Kommentar von Andrea DorfwerkStadt

    Der Garten ist nicht nur eine Bereicherung für die Schüler:innen, sondern ein Gewinn für die gesamte Initiative Nachhaltige Mierendorff-INSEL und die AG Essbare INSEL. Der Schulgarten ist ein wichtiger grüner Trittstein in der wachsenden und sich verdichtenden Stadt. Viel Erfolg und Freude weiterhin.

  • Kommentar von Gabriele Naatz

    Viel Glück!

  • Kommentar von Maria Sigg

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    es ist immer gut, wenn wir versuchen, die Welt erträglicher und grüner zu gestalten – danke an die Schülerinnen und Schüler des GFK-Gymn. , Mein Sohn ist jetzt 38 Jahre alt und er besuchte auch dieses Gymn. und so möchte ich mich an der Abstimmung beteiligen mit den besten Wünschen von mir.

  • Kommentar von Harry Funk, Referent für Klimabildung und BNE, SenBJF

    Das GFK-Gymnasium gehört zu den „Umweltschulen in Europa, internationale Nachhaltigkeitsschulen“ mit einer großartigen BNE- Arbeit mit besonderem und vorbildlichem Schwerpunkt auf Biodiversität!

  • Kommentar von Danzmann Karin

    Ganz wunderbar, wenn junge Menschen bereits an NaturArbeit herangeführt werden. Zu Be-Greifen, im wahrsten Sinne des Wortes, ist so wichtig dafür, die Natur zu fühlen und somit zu beschützen.

  • Kommentar von Ingrid Martina Gschwender

    Viel Glück

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