Der „Mandelbaum“: Konsequent Bio aus Überzeugung



Der „Mandelbaum“: Konsequent Bio aus Überzeugung
12. April 2019  ·  von Frank Stieldorf



Marie Etzien hat bis 2012 in einem Pharmaunternehmen gearbeitet. Nachdem sie immer unzufriedener wurde beschloss sie, dort aufzuhören und ein eigenes Bio-Restaurant zu eröffnen.

 

 

Seit wann gibt es das „Mandelbaum“ ?

Nach einer kurzen Orientierungsphase in einem kleinen Bio-Laden, gleich um die Ecke, wurde mir bewusst, dass mich Gastronomie und vor allem die bio-zertifizierte Gastronomie fasziniert.
Ein Jahr später war es dann so weit und wir eröffneten den „Mandelbaum“, den es nun seit fünfeinhalb Jahren gibt.

 

Wie kam es zu dieser Geschäftsidee?

Der Ort stand relativ schnell fest. Der Kiez ist unheimlich schön, und genau dieses Eckrestaurant hat mich bereits 2003, als ich hierhergezogen bin, gereizt. Als dann dieser Ort frei wurde, lag die Entscheidung nahe. Die Umstellung auf Bio war dann die logische Konsequenz aus meiner eigenen Lebenshaltung.

 

Wie kam es zu dem Namen „Mandelbaum“?

Das Mandelbäumchen war die Lieblingspflanze meiner Großmutter, die in dem Zeitraum, als ich mich selbstständig machte, verstarb. Dann folgten die Ratschläge, dass man im Zeitalter des Internets, der zunehmenden englischen Sprache und überhaupt mit 28 Jahren ein Restaurant nicht nach einem Bäumchen benennen könne. Innerhalb von zwei Minuten war dann klar, dass mein Restaurant „Mandelbaum“ heißen würde. 

 

Was ist das Besondere am „Mandelbaum“?

Wir sind zurzeit, wenn ich mich nicht irre, das einzige zu 100 Prozent bio-zertifizierte Restaurant in Berlin.
Es gibt immer wieder Restaurants die es ähnlich machen wollen. Aber dann findet man auf den Speisekarten doch viele Ausnahmen und es fehlt die Konsequenz.

 

Was schätzen die Besucher am „Mandelbaum“?

Natürlich unsere Küche, die stetige Qualität und das familiäre Ambiente. Die Mitarbeiter, die hier von Anfang an fest angestellt waren, sind immer noch mit dabei, und wir sind ein sehr familiäres, freundliches und aufgeschlossenes Team.

 

Welches Gericht ist ein absolutes „Muss“?

Das Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln und Salat ist der absolute Dauerbrenner.
Es gibt auch immer wieder saisonale Unterschiede, zum Beispiel Beelitzer Biospargel, oder ab 11. November die Martinsgans – Bioland zertifiziert!

 

Was ist Ihre Botschaft nach draußen? Was wollen Sie vermitteln?

Ich möchte, dass sich jeder ein eigenes Urteil über Bio-Gerichte bildet.
Ich habe für mich entschieden, dass ich nicht die Welt verändern kann. Aber meinen kleinen Kosmos – hier im Mandelbaum – kann ich selbst gestalten: so wie ich es gerne hätte und wie ich meine Gäste überzeugen kann.

Frau Etzien, besten Dank für das Gespräch

 

BioCafé und BioRestaurant Mandelbaum

Smetanastraße 9

13088 Berlin

Tel: 030 96063773

http://www.biorestaurant-mandelbaum.de

 

Das Gespräch mit Frau Etzien führte Elisa Wichura, die auch die Bilder zur Verfügung stellte.




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